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Freitag, 28. August 2026

Autor: Christoph Gnandt

Frankreich & Spanien 2026

23. August: Zwei auf einen Streich

Gleich zwei der Orte, die auf der Liste der „schönsten Dörfer Frankreichs“ stehen, sollten wir heute besuchen. Geplant war eigentlich nur eines, aber Pläne ändern sich manchmal und nicht selten schlagartig.

Doch von Anfang an: Vom Campingplatz westlich von Gramat wollten wir die 15 km nach Rocamadour mit dem Fahrrad zurücklegen. Also haben wir unser Tandem gerichtet und sind losgefahren, kamen aber nur wenige Meter weit, bis mit einem kurzen aber heftigen Zischen der Schlauch im Hinterrad geplatzt ist. Kein großer Schaden, Ersatzschlauch und Luftpumpe sind ja dabei. Dachte ich.

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Bitte nicht wundern …

… dass derzeit keine neuen Artikel über unsere Reise erscheinen. Uns geht es gut, wenn man einmal von den Temperaturen absieht. Wir haben tagsüber immer noch über 30°C und in der Regel Sonnenschein mit nur wenigen Wolken. Nachts kühlt es etwas ab, aber gegen Mittag wird es wieder heiß.

Auch unserem Auto gehts es „den Umständen entsprechend“ gut, die Notoperation am Dieselfilter ist erfolgreich verlaufen und bis jetzt ist alles dicht.

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22. August: Pech Merle

Wie schon im Beitrag über Cahors erwähnt, ist das Quercy ein großes Karstgebiet, in dem es durch Auswaschungen viele Tropfsteinhöhlen gibt. In mehreren dieser Höhlen konnten Funde aus prähistorischer Zeit gemacht oder Wandmalereien und Zeichnungen entdeckt werden.

Die bekannteste Höhle mit steinzeitlichen Malereien ist wahrscheinlich Lascaux, die wir im Herbst 2025 besichtigten. Lascaux liegt aber nicht im Quercy, sondern im benachbarten Gebiet des Périgord noir. Beide Gebiete gehören zu den Kalksteinlandschaften im südlichen Bereich des Aquitanischen Beckens, geprägt von Jura- und Kreidekalken mit ausgeprägter Karstbildung.

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19. August: Moissac

An Garonne und Canal Latéral à la Garonne entlang ‒ der Kanal verläuft fast parallel zum Fluss ‒ ging es Richtung Osten nach Moissac. Ungefähr 3,5 km vor der Stadt macht die Garonne einen Knick nach Südosten. Hier mündet der Tarn, an dessen Ufer Moissac liegt.

Mit etwas Mühe sind wir durch enge Gassen zum Stellplatz gekommen und wurden von 35°C wärmsten empfangen. Trotzdem haben wir uns mit dem Fahrrad auf eine kleine Entdeckungstour gemacht, die uns zunächst an der Église Saint-Jacques vorbei zur Abbaye Saint-Pierre geführt hat. Das Südportal wird von einem große, romanischen Tympanon überspannt. An der rechten Seitenwand befindet sich ein Relief mit der Flucht nach Ägypten.

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18. August: Zwischen Garonne und Kanal

Von Fourcès, einem der „schönsten Dörfer Frankreichs“, sind wir nach Agen weitergefahren. Die Stadt liegt am Ostufer der Garonne und ist im Norden und Osten vom Canal du Midi umflossen.

Der Kanal verbindet das Mittelmeer und den Atlantik und muss dabei den Gebirgssattel zwischen den Pyrenäen und den Alpen überqueren. Bereits die Römer hatten zur Zeit des Kaisers Augustus die Idee für diesen Kanal, auch im Mittelalter wurden entsprechende Planungen angestellt, an denen unter anderem Leonardo da Vinci beteiligt wqar. Erst sehr viel später wurde der Kanal verwirklicht. Im Oktober 1666 erließ König Ludwig XIV. ein Edikt zum Bau des Kanals und 1667 begannen bei Toulouse die ersten Arbeiten. Erst im Jahr 1843 war die Verbindung der beiden Meere mit dem Bau des Canal latéral à la Garonne bei Agen fertig.

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16. August: Mont-de-Marsan

Die Hauptstadt des Departements Landes mit gut 30.000 Einwohnern liegt am Zusammenfluss von Midou und Douze. Beide Flüsse bilden die Midouze, die nach 43 km in den Adour fließt. Dieser mündet schließlich bei Bayonne in den Atlantik.

Nach einer ruhigen Nacht ‒ der Wohnmobil-Stellplatz liegt direkt neben einem Tierpark ‒ haben wir uns mit dem Fahrrad auf den Weg in die Stadt gemacht.

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14. August: Der Hitze entfliehen

Auch die letzte Nacht war recht anstrengend. Das lag weniger am Defekt unseres Wohnmobils als an den klimatischen Bedingungen in Pamplona.

Bei unserer Ankunft zeigte das Thermometer 38°C und kurz vor Mitternacht waren es immer noch 30°C. Dazu kam eine hohe Luftfeuchtigkeit, was zu einem tropischen und schwülen Klima führte. Im Wohnmobil lief die Klimaanlage auf Hochtouren, aber zum Schlafen mussten wir sie natürklich ausschalten. Uns blieb nichts weiter übrig, als die Fenster zu öffnen und auf Durchzug zu hoffen, der aber recht spärlich ausfiel.

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