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Samstag, 29. August 2026

Autor: Christoph Gnandt

Frankreich & Spanien 2026

2. August: Wer billig baut …

Nach einer zweiten Übernachtung in Broglie machten wir uns wieder auf den Weg nach Süden. In der Kleinstadt Sées legten wir eine Pause ein, um die Kathedrale Notre-Dame zu besichtigen.

Die Kathedrale wurde größtenteils im 13. Jahrhundert errichtet und ist schon von weitem zu sehen, wenn man auf Sées zufährt. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine romanische Kirche, die jedoch im Jahr 1174 von König Heinrich II. in Brand gesteckt wurde.

Der Wiederaufbau, der 1210 begann, sollte schnell und ohne hohe Kosten vorangehen und so verzichtete man darauf, die Fundamente bis auf festen Boden herab auszuführen. Dennoch dauerte es 100 Jahre, bis die Kirche im Jahr 1310 eingeweiht werden konnte.

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1. August: Von alter und neuer Kunst

Die Stadt Bernay liegt etwa 12 km nördlich von Broglie. Ab 1881 führte eine Bahnstrecke von Bernay über Broglie nach Échauffour. Bereits 1938 wurde der Personenverkehr auf dieser Strecke wieder eingestellt und im Jahr 1987 fuhr hier der letzte Güterzug. 1997 wurde die Trasse abgebaut und zwischen Bernay und Broglie in einen «voie verte», einen autofreien Rad- und Wanderweg, umgewandelt.

Die Kleinstadt Bernay trägt das Label «Ville d’Art et d’Histoire» (Stadt der Kunst und Geschichte). Man findet zahlreiche unter Denkmalschutz stehende Gebäude, gut erhaltene normannische Architektur und viele typische Fachwerkhäuser.

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31. Juli: Von Allouville-Bellefosse nach Broglie

Unseren ersten Zwischenstop auf dem Weg nach Süden machten wir bei der Abtei Saint-Wandrille auf der Nordseite der Seine.

Die Abtei geht auf eine Gründung im Jahr 649 zurück. Nach normannischen Invasionen mussten die Mönche 852 das Kloster verlassen und konnten erst 960 zurückkehren. Im Hundertjährigen Krieg wurde das Kloster von Hugenottentruppen geplündert.

Während der Französischen Revolution wurde das Kloster an einen Industriellen aus Yvetot verkauft und als Fabrik genutzt. Später erwirbt der Marquis von Stacpoole die Ruinen und baut sie in „Sommerhäuser“ um. Im Jahr 1895 wird das Kloster wiedereröffnet und 1898 zur Benediktiner-Abtei erhoben.

Kein Wunder, dass nach dieser langen und abwechslungsreichen Geschichte nur noch Ruinen der ursprünglichen Klosterkirche vorhanden sind. Auf dem Gelände entstand inzwischen eine neue Abteikirche.

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22. Juli: Durch Luxemburg nach Frankreich

Wir haben uns auf den Weg zur Sonnenfinsternis nach Spanien gemacht. Zunächst geht es aber erst einmal in die Normandie.

Wegen der Benzinpreise haben wir diesmal den Weg über Luxemburg gewählt. Hier gibt es eine vom Staat festgesetzte Obergrenze für den Bernzinpreis und der Liter Diesel kostet derzeit in Luxemburg etwa 30 Cent weniger als in Deutschland. Und weil unser vollgepacktes Wohnmobil mit etwa 10 Liter pro 100 Kilometer doch ein ziemlicher Schluckspecht ist, lohnt sich die Fahrt über Luxemburg.

Den ersten Zwischenstop legten wir kurz hinter der Grenze zwischen Luxemburg und Frankreich in Montmédy ein. Noch am Abend machten wir uns vom Stellplatz auf den Weg zur Zitadelle. Innerhalb der mächtigen Befestigungsmauern ist ein richtiges Dorf entstanden mit Gasthäusern, Wohnungen, Kirche und Ateliers.

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