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Donnerstag, 27. August 2026

Frankreich & Spanien 2026

Frankreich & Spanien 2026

12. August: Der Tag der schwarzen Sonne – UPDATE

Der Tag der schwarzen Sonne war der Titel einer ZDF-Sendung zur Sonnenfinsternis 1999, die wir leider nur hinter einer Wolke beobachten konnten. Heute sollte es ja wieder soweit sein und hier in Villangómez hat sich eine große Sonnenfinsternisgemeinde eingefunden. Heute Morgen waren es insgesamt 90 (!) Autos, VW-Busse, Wohnmobile, die auf dem Stellplatz und dem benachbarten Wiesengrundstück parkten. Alle Arten von Beobachtungs-Equipment wurde ausgepackt und gegenseitig begutachtet.

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6.-7. August: Salles

Wir haben Bordeaux hinter uns gelassen und sind für zwei Tage auf dem Campingplatz in Salles untergekommen.

Von den Waldbränden westlich von Bordeaux sowie bei Biscarrosse und Parentis-en-Born (rote Markierungen), die noch vor wenigen Tagen die Menschen und die Rettungskräfte hier in Atem hielten, haben wir ‒ Gott sei Dank ‒ nichts mitbekommen. Nur einen Konvoi aus Feuerwehrfahrzeuge haben wir auf der Autobahn überholt.

Wenn man bedenkt, dass wir im Oktober 2025 einige Tage in Ychoux (blau markiert) auf dem Campingplatz standen und sogar nach Parentis-en-Born mit dem Fahrrad gefahren sind, dann ist das schon ein beklemmendes Gefühl.

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5. August: Eine kreative Stadt

Die Universitätsstadt Angoulême liegt auf einem Felsvorsprung, der eine Schleife der Charente sowie deren Zusammenfluss mit der Touvre und der Anguienne überragt. Sie wird daher auch als „Balkon des Südwestens“ bezeichnet. Von der UNESCO wurde sie als „Kreative Stadt“ ausgezeichnet.

Archäologische Ausgrabungen haben ergeben, dass das Gebiet seit mindestens 14.000 Jahren besiedelt ist. Die Frühgeschichte der Stadt ist allerdings noch nicht ausreichend erforscht. Dennoch zählt Angoulême zu einem der am längsten besiedelten Orte Frankreichs.

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3. August: Château Le Lude

Le Lude liegt an der Kreuzung von Anjou, Maine und Touraine und gehört zu den großen Schlössern der Loire.

Mit seinen vier Fassaden, die jeweils in einem anderen Stil gehalten sind, ist das Château du Lude in seiner heutigen Form ein lebendiges Zeugnis der Entwicklung der französischen Architektur vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Es ist eines der letzten großen Schlösser der Loire, das noch von einer Familie bewohnt wird, deren Generationen seit mehr als 250 Jahren aufeinander folgen.

Die Ursprünge von Lude reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Auf die feudale Motte folgte eine riesige Festung am Ufer des Loir. Sein Bau erstreckt sich vom 13. bis zum 15. Jahrhundert.

Die imposanten Türme, die großen Trockengräben, die gewölbten unterirdischen Gänge und die Wehrmauer aus Mauerwerk stammen noch aus dem Mittelalter.

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2. August: Wer billig baut …

Nach einer zweiten Übernachtung in Broglie machten wir uns wieder auf den Weg nach Süden. In der Kleinstadt Sées legten wir eine Pause ein, um die Kathedrale Notre-Dame zu besichtigen.

Die Kathedrale wurde größtenteils im 13. Jahrhundert errichtet und ist schon von weitem zu sehen, wenn man auf Sées zufährt. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine romanische Kirche, die jedoch im Jahr 1174 von König Heinrich II. in Brand gesteckt wurde.

Der Wiederaufbau, der 1210 begann, sollte schnell und ohne hohe Kosten vorangehen und so verzichtete man darauf, die Fundamente bis auf festen Boden herab auszuführen. Dennoch dauerte es 100 Jahre, bis die Kirche im Jahr 1310 eingeweiht werden konnte.

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1. August: Von alter und neuer Kunst

Die Stadt Bernay liegt etwa 12 km nördlich von Broglie. Ab 1881 führte eine Bahnstrecke von Bernay über Broglie nach Échauffour. Bereits 1938 wurde der Personenverkehr auf dieser Strecke wieder eingestellt und im Jahr 1987 fuhr hier der letzte Güterzug. 1997 wurde die Trasse abgebaut und zwischen Bernay und Broglie in einen «voie verte», einen autofreien Rad- und Wanderweg, umgewandelt.

Die Kleinstadt Bernay trägt das Label «Ville d’Art et d’Histoire» (Stadt der Kunst und Geschichte). Man findet zahlreiche unter Denkmalschutz stehende Gebäude, gut erhaltene normannische Architektur und viele typische Fachwerkhäuser.

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31. Juli: Von Allouville-Bellefosse nach Broglie

Unseren ersten Zwischenstop auf dem Weg nach Süden machten wir bei der Abtei Saint-Wandrille auf der Nordseite der Seine.

Die Abtei geht auf eine Gründung im Jahr 649 zurück. Nach normannischen Invasionen mussten die Mönche 852 das Kloster verlassen und konnten erst 960 zurückkehren. Im Hundertjährigen Krieg wurde das Kloster von Hugenottentruppen geplündert.

Während der Französischen Revolution wurde das Kloster an einen Industriellen aus Yvetot verkauft und als Fabrik genutzt. Später erwirbt der Marquis von Stacpoole die Ruinen und baut sie in „Sommerhäuser“ um. Im Jahr 1895 wird das Kloster wiedereröffnet und 1898 zur Benediktiner-Abtei erhoben.

Kein Wunder, dass nach dieser langen und abwechslungsreichen Geschichte nur noch Ruinen der ursprünglichen Klosterkirche vorhanden sind. Auf dem Gelände entstand inzwischen eine neue Abteikirche.

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